Roadtrip: Von Adelaide nach Sydney in nur 4 Tagen

Unser Roadtrip, von Adelaide, über Sydney bis hin nach Brisbane, mit dem Campervan stand endlich an. Wir freuten uns wie kleine Kinder. Die erste Etappe war von Adelaide nach Sydney zu gelangen in nur vier Tagen. Denn wir wollten Silvester in Sydney feiern. Somit standen gute 2.200 km Fahrt vor uns. Chaka. Das schaffen wir. Wir sind ganz optimistisch ran gegangen und ja wir haben es auch geschafft. Aber ich kann euch nur empfehlen, lasst euch definitiv mehr Zeit auf dieser Strecke. Es gibt so viele wunderschöne Punkte die man sich ansehen kann, die wir größtenteils alle auslassen mussten, da wir eben diesen Zeitdruck hatten. Aber nun. Nichts desto trotz möchte ich euch kurz erzählen, was wir in den vier Tagen alles so erlebt haben. 🙂

Unsere Route:Route Adelaide - Sydney

 

TAG 1: Abholung des Campervans

Dienstag 27.12.2016, Start unseres Roadtrips. In den Tag sind wir ganz entspannt gestartet, auch wenn ich schon gegen 7 Uhr wach war. Ich war wohl noch die Aufstehzeiten von der Nullarbor Plain Tour gewöhnt. Dafür konnte mein Schatz schlafen wie ein kleines Kind. Aber das kann er ja immer. 🙂Gegen kurz nach acht sind wir frühstücken gegangen. Es wurden kostenlos Pancakes zur Verfügung gestellt vom YHA. Echt nett. So mussten wir uns nicht noch irgendwo was her zaubern. Beim Frühstück haben wir auch noch ein paar von den Leuten von der Tour wieder getroffen. Was echt schön war. Denn so konnte man sich nochmal austauschen. Allerdings haben wir nachdem Frühstück dann wirklich „Lebwohl“ zu einander gesagt. Traurig. Ich mag Abschiede nicht. Aber sie gehören dazu.
Nachdem wir all unsere Sachen zusammen gepackt und aus dem Hostel ausgecheckt haben, haben wir uns auf den Weg zur Autovermietung begeben, um unseren Campervan entgegen zu nehmen und endlich in Richtung Sydney cruisen zu können. Es hat auch alles wunderbar geklappt. Wir mussten uns nur kurz alles erklären lassen von wegen wo die Gasflasche zum kochen ist, der Wassertank fürs Spülbecken usw. Außerdem mussten wir noch ca. 600 AU$ extra zahlen für die Versicherung, dass Nico auch fahren durfte (weil er da noch unter 25 Jahren war, haben wir das Auto über mich laufen lassen, damit es günstiger ist, aber wenn man sich kurzfristig um entscheidet, muss man eben noch ein bisschen dazu zahlen), für die Ausstattung wie WIFI im Auto über das Navi etc. und natürlich gehört zu den 600 $ auch noch die One-Way-Fee. Diese muss man leider immer zahlen, wenn man mit dem Auto nur eine Strecke fahren möchte und das Auto nicht wieder dort abgibt, wo man es entgegen genommen hat. Nachdem alles geregelt war und wir alle Sachen gut verstaut hatten konnte unser Roadtrip los gehen. Juchu. 😍 Vorher nur noch unsere GoPro von unserer Tourguidin abholen, die wir dummerweise im Tourbulli vergessen hatten (kann ja mal passieren) und „kurz“ einkaufen für unseren Trip.

Jetzt konnte es wirklich losgehen. Wir starteten das Auto, fuhren vom Parkplatz des Einkaufsladen runter und waren nach ein paar Kilometer schon auf der Autobahn. Erste Etappe: Great Ocean Road.
Um allerdings an der Great Ocean Road schon sehr bald anzukommen, mussten wir heute ganz viel fahren, fahren, fahren. Dabei haben wir die Ortschaften Glenelg & McArthur durchfahren und sind mitten durchs nirgendwo gefahren. Zumindest hatten wir uns so gefühlt. IMG_6525 In Hawkesdale haben wir einen schnuckeligen kostenfreien Stellplatz gefunden, mit einem Freibad neben an, dessen Sanitären Anlagen man umsonst mit nutzen konnte. Für sowas liebe ich die Australier einfach. Also wer von euch auch mal mit dem Camper von Adelaide nach Melbourne unterwegs ist oder auch andersrum merkt euch dieses Örtchen. (Spartipp) Wir haben sogar auf der Rasenfläche abends, als wir gerade dabei waren unser Abendessen zu zubereiten, noch ein schwarzes Känguru gesehen. Ich kannte bis dahin nur die ganz normalen – ich sag mal – braunen Kängurus. Dieses schwarze war selbst für mich ein Highlight. 🙂 Leider geschah sonst nicht mehr viel an diesem Abend, da es auch nur geregnet hat, haben wir uns recht früh schlafen gelegt…

Wie viel habt ihr für den Campervan insgesamt bezahlt?

  • 716 € Vorab zu Hause bezahlt für 11 Tage Campervan (hätten eigentlich 770€ sein müssen, aber aufgrund von 54 € Rabatt, eben nur die 716 €)
  • + 600 AU$ vor Ort für Ausstattung etc., was umgerechnet ca. 400 € sind
  • + ca. 400 entweder AU$ oder 400 € (schauen wir nochmal genau nach.) für Sprit für 11 Tage

Macht also einen Betrag von ca. 1.516 € für die 11 Tage aus.
Das ergibt einen Tagesbetrag von ca. 137,80 € für zwei Personen. (Da wir aber voll Verdiener in Deutschland sind, war es für uns schon okay, für Backpacker wäre das allerdings nichts, oder!?)
Natürlich kommt dann noch die Selbstverpflegung, evtl. Miete für Stellplätze und Eintritte in Nationalparks (falls notwendig) hinzu. AberSELRES_1bf09942-705a-400e-86c2-aecdc0e64693SELRES_1bf09942-705a-400e-86c2-aecdc0e64693 die haben wir probiert so gering wie Möglich zu halten und haben meistens auf freien Campingplätzen übernachtet.

Unser Camper: IMG_6733

TAG 2: Great Ocean Road

Die Nacht über haben wir ein paar (Zelt-)Nachbarn bekommen. Wovon wir gar nichts gemerkt und es erst am nächsten Morgen gesehen haben. Da noch alle am schlafen waren als wir aufgestanden sind, es war so gegen halb 7, haben wir versucht uns ganz leise zu den Sanitären Anlagen zu begeben. Was natürlich echt super klappt mit einem Campervan, wo man die Seitentür nur mit Schwung geschlossen bekommt. Nun ja.
Wir wollten uns jetzt erstmal eine heiße Dusche gönnen, bevor es weiter ging. Haben uns schon richtig gefreut und sind mit voller Euphorie zu den Duschanlagen gelaufen. Und dann das! Es kam einfach kein einziger heißer Tropfen warmes Wasser aus den Duschen. Wirklich keiner. Brrrr. Na gut dachten wir uns. Es nützt ja nix. Jetzt waren wir schon hier. Also haben wir uns ganz schnell drunter gequält. Somit waren wir auf jeden Fall wach. Also liebe Australier: Nette Idee, aber warmes Wasser wäre schon schöner. 😉
Das hieß aber auch gleichzeitig, dass wir uns recht früh vom Acker machen konnte. Da es eh wieder nur am Regnen war hat es sich für uns nicht gelohnt, das Örtchen weiter auszukundschaften. Außerdem mussten wir ja noch einiges an Strecke zurück legen. Gute zwei Stunden später sind wir an der Great Ocean Road angekommen und was soll ich sagen? Ich hab mit dem Wetter bei der Great Ocean Road einfach kein Glück. Wie auch schon bei meinem Besuch im Jahre 2014 an der GOR hat es auch diesmal wieder geregnet. Auch wenn es nur Nieselregen war, es wollte einfach nicht aufhören. Davon haben wir uns aber nicht beirren lassen und haben an einigen Stopps wie „The Gorch“, „London Bridge“, den „Twelve Apostles“ etc. gehalten. Aber seht selbst:

Nachdem wir alles gesehen haben, haben wir uns auf den Weg nach Apollo Bay gemacht und dort eine etwas längere Pause eingelegt für Lunch und zum genießen der Sonnenphase. 😍 Ja, richtig gelesen. Die Sonne kam doch nochmal raus. Natürlich erst als wir durch waren mit der Great Ocean Road. Also haben wir uns einen Parkplatz, nicht weit vom Strand, gesucht und dort unser Lunch & die Sonne genossen. 🙂
Den restlichen Nachmittag sind wir wieder nur Auto gefahren, um von Melbourne weg zu kommen. Ich hatte zwar mal gedacht, wir könnten uns Melbourne auch noch ansehen, aber dafür reichte unsere Zeit leider nicht aus. Hatte die Entfernungen zu Hause doch wieder völlig unterschätzt. Geschlafen haben wir diese Nacht auf einem Truckstopp. War schon witzig auf einem eigentlichen Truckstopp mit nur einem anderem Wohnmobil zu übernachten. Aber auch hier haben wir wieder Geld gespart und mussten nichts zahlen. (Leider wissen wir nur nicht mehr, wie das da hieß. Sorry.)

TAG 3: Wilson Promontory Nationalpark

Der Wecker klingelte so um kurz vor 5 Uhr. Wir packten recht fix unsere Sachen zusammen, genossen noch ein kurzes Frühstück bei einem wunderschönen Sonnaufgang und begaben uns sehr bald wieder auf die Piste.
Genau genommen haben wir uns gegen kurz vor 6 Uhr auf den Weg gemacht. Da ich am Abend vorgeschlagen hatte noch in den Wilson Promontory Nationalpark zu fahren, obwohl es ein wenig Umweg bzw. eigentlich nur mehr Fahrerei bedeutete, wir aber auch ein bisschen was von der Landschaft von Australien ja mitnehmen wollten und ich gelesen hatte, dass dieser Nationalpark richtig schön sein soll, haben wir uns eben dort hinbegeben. Und ich kann schon mal so viel verraten: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! 🙂

IMG_6587

Gegen kurz nach 8 Uhr kamen wir im Park an und hatten somit 4 Stunden zeit uns den Park anzusehen. Für Tagesbesucher ist der Eintritt in den Park sogar kostenlos. Richtig gut wie wir fanden. Unser erster Stopp war beim Darby Beach. Wo wir erst noch ein bisschen hin wandern mussten. Auf dem Weg zum Beach ist uns vielleicht eine Person entgegen gekommen und wir haben ein kleines Tierchen im Busch gesehen. IMG_6606Ansonsten waren wir ganz alleine dort. 🙂 Wahnsinn. Obwohl uns vorher so viele Autos entgegen gekommen sind oder auch einige Autos auf dem Parkplatz standen. Aber okay. Wir haben die Zeit am Darby Beach einfach nur genossen.
Nach dieser einsamen Session sind wir noch zur Whisky Bay, der Picnic Bay und dem Squeaky Beach gefahren. Am Squeaky Beach haben wir den längsten Stopp eingelegt und waren auch mal eine Runde im wunderschönen blauen Meer uns abkühlen, denn das Wetter von gestern Nachmittag / Abend hat immer noch angehalten. Echt Hammer. Der schönste Stopp war für mich allerdings der Whisky Bay Beach. Dieser Sand mit den riesigen Felsen direkt am Wasser und das Meer. Das Rauschen des Meeres. Hach. Da hat einfach alles gepasst. Ich hätte dort stundenlang verweilen können. So schön. 😍 ❤
Leider sind 4 Stunden allerdings so ratz fatz vorbei und somit mussten wir uns auch bald wieder auf den Weg machen, um morgen in unserer Unterkunft in Sydney anzukommen. Es trennten uns noch gute 1.000 km von dort. Also haben wir am Nachmittag wieder einige Kilometer wett gemacht und sind nur gefahren, gefahren, gefahren. Haben nur noch 2x zum Tanken angehalten und einmal zum Beine vertreten. Dazu muss man noch sagen dass wir uns die ganze Zeit schon in Richtung „Zukunft“ begeben haben.


Wer schon mal in Australien war kennt das Spiel mit den ganzen verschiedenen Zeitzonen im Sommer dort. In Western Australien herrscht eine andere Uhrzeit als in Südaustralien, Victoria usw. Und das Spiel geht immer so weiter. Also wenn wir mal eine Grenze überquerten hatten wir auf einmal eine halbe Stunde übersprungen oder eine ganze Stunde. Das machte es natürlich nicht besser mit der Fahrerei. Auch ein Grund warum ich euch empfehlen würde, dass ihr euch definitiv mehr Zeit lassen solltet. (Im Winter ist das mit den verschiedenen Zeitzonen nicht so schlimm)

Um 20 Uhr sind wir bei einem Campground angekommen, den wir uns vorher über die App Wikicamps rausgesucht hatten. Dieser lag auf einer Grünflächen hinter einem Pub. Dessen Sanitären Anlagen man für 10AU$ p.P. mit benutzen konnte. Wir haben allerdings nur 6AU$ für 2 Personen gezahlt. Also haben wir wieder was gespart und mal für eine Nacht 6AU$ zu bezahlen, war für uns völlig in Ordnung. Bei einem Bierchen haben wir den Abend dann ausklingen lassen.

TAG 4: Ankunft in Sydney

Auch heute Morgen klingelte der Wecker wieder recht früh. So das wir uns entspannt anziehen, alles zusammen packen und gegen 8 Uhr los machen konnten. Auf die letzten Kilometer in Richtung Sydney! 🙂
Unser erster Stopp war der Merry Beach. Denn ich hatte im Internet gelesen, dass man dort ganz viele Kängurus sehen kann und der Strand auch ganz schön sein sollte. Aber Pustekuchen wie wir fanden. Der Beach war überlaufen von Menschen und man hat kein einziges Känguru gesehen. Also spart euch besser den Weg zum Merry Beach. Oder probiert es aus und berichtet mir von euren ganz anderen Erfahrungen die ihr macht. 😉 Wir waren auch noch zur Ferienzeit von den Australiern dort, kann natürlich sein, dass es auch daran gelegen hat.IMG_6662
Nicht weit entfernt vom Merry Beach sollte sich der Hyams Beach befinden. Dieser Strand hat laut Google den weißesten Sand der Welt. Das wollten wir uns eigentlich nicht entgehen lassen, aber nachdem wir nach 10 min Parkplatzsuche keinen Parkplatz für unseren großen Campervan gefunden haben und wir schon ganz viele Menschen dort am Strand erspähen konnten haben wir es sein gelassen und sind zum Booderee Nationalpark gefahren. Dieser hat uns 11AU$ Eintritt gekostet. Da dieser Nationalpark wohl ein eigenes Land der Aborigines ist. So ganz verstanden haben wir es bis heute nicht. 🙈 Im Nationalpark waren wir an zwei Lookoutpunkten und an einem Strand. Es war ganz schön, hätten wir uns aber eigentlich auch sparen können. Na ja, hinterher ist man immer schlauer. 😉 Nach den Besichtigungen der Lookouts mussten wir uns leider wieder auf den Weg machen. So um 18 Uhr sind wir endlich in Sydney an unserer Unterkunft eingetroffen (diese hatten wir schon über ein dreiviertel Jahr im Voraus gebucht :D) und haben dort unsere Freundin Natalie getroffen, die zu dem Zeitpunkt für 1 Jahr schon in Down Under war. Es war so schön sie wieder zusehen. Mit ihr verbrachten wir die nächsten Tage zusammen in Sydney. Nachdem wir in der Unterkunft „eingecheckt“ hatten sind wir was essen gegangen und haben uns für die nächsten Tage ein bisschen eingedeckt. Den Abend haben wir ganz entspannt mit einem Bierchen und ganz viel Gequatsche ausklingen lassen.


SYDNEY WIR SIND DA! Die Silvesternacht kann kommen. 🙂

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5 Gedanken zu “Roadtrip: Von Adelaide nach Sydney in nur 4 Tagen

    1. Danke dir! 😊
      Haha findest du? Ich fand die Käfer irgendwie seltsam & gruselig. Hatte auch ein bisschen Angst,dass diese vielleicht giftig sind. Also nur ganz schnell ein Foto gemacht und weg war ich wieder von denen. 😃🙈
      LG zurück

      Gefällt 1 Person

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