Nullarbor Plain Adventure – Teil 2

Nach einer gefühlten Ewigkeit, habe ich es endlich geschafft. (Entschuldigt bitte das Ihr so lange darauf warten musstet..)
Es geht weiter mit dem zweiten Teil unseres Trip entlang der Nullarbor Plain! 🙂 Diesmal möchte ich euch alles weitere erzählen vom Koonalda Homestead bis nach Adelaide. Los gehts:

Koonalda Homestead – Eucla – Ceduna – Coodlie Park

Gegen 6:30 Uhr weckte uns Annelies mal wieder, da heute ein paar Dinge auf unserer To-Do-Liste standen. Es wurde gefrühstückt, die Sachen zusammen gepackt und es ging dann auch schon wieder weiter. Erster Stopp: Bunda Cliffs Lookout bei Eucla. Die Bunda Klippen bilden einen Teil der längsten ununterbrochenen Linie der Seeklippen in der Welt. Sie sind der südliche Rand der Kalksteinplatte, die die Nullarbor Ebene bildet und sich weit im Landesinneren erstreckt.


Es war schon sehr erstaunlich diese Klippen sehen zu dürfen und das auch noch ganz ohne Menschenmassen.

Als nächstes wurde bei einem – für Australien – typischen Roadsign gehalten. Dort sind ein Känguru, ein Wombat und ein Kamel drauf. Darunter steht „Next 96km“. Aber seht selbst:

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Nach einem kurzen Stop bei einem Roadhouse, ging es weiter zum nächsten Haltepunkt für die Bunda Cliffs. Dort waren auch richtige Wege, ein kleines Infocenter, wo man sich Tickets kaufen konnte (die bei uns aber glücklicherweise schon im Preis mit dabei waren) und eine wunder-, wunderschöne Aussicht auf die Klippen. Wir alle haben dort ein bisschen länger verweilt und haben sogar Delfine im Wasser gesehen. ❤

Gegen 16 Uhr erreichten wir Ceduna. Die Stadt die genau an der Grenze zwischen Westaustralien und Südaustralien liegt. Heißt also, wir mussten uns einer „Grenzkontrolle“ unterziehen und durften kein Obst oder Gemüse mit nach Südaustralien bringen. Wie gut, dass wir alles beim Mittag schon verputzt haben oder auf dem Weg zur Kontrolle. Den Rest mussten wir dann leider wegschmeißen. Aber so sind sie eben die Australier…es ist eigentlich ein und das selbe Land, aber trotzdem darf man über die Grenze kein Obst mitbringen. Nun ja…

Bevor es zu der Farm (Coodlie Park) von dem Chef unserer Tourguidin ging, haben wir noch einen kurzen Stop an einem Strand gemacht. Die Jungs der Truppe und 2 Mädels sind auch ins Wasser gehüpft. Wir anderen Frauen fanden es zu kalt oder wollten nicht, weil wir direkt danach keine Duschen hatten. 😀 😀 Ja bescheuert eigentlich, aber so sind wir nun mal. 😉  Endlich bei der Farm angekommen, war es schon echt Luxus was wir so vor fanden. Eine Küche, coole selbstgebaute Duschen, Toiletten und so kleine „Häuschen“, wo wir unsere Betten drunter aufschlagen konnten. Allerdings waren wir nicht die einzige Gruppe für die Nacht auf der Farm. Wir mussten uns für eine Nacht die Farm mit noch einer andere Gruppe teilen, die auf dem Weg von Adelaide nach Perth waren. Quasi die selbe Route aber von einem anderen Startpunkt aus. Unsere Tourguidin hat aber auch erwähnt, dass sich die zwei Touren sehr unterscheiden würden in dem was man alles macht. Na, da müssen wir wohl nochmal wieder kommen. 🙂 Jetzt lasse ich erstmal ein paar Bilder sprechen zum Camp:

Coodlie Park – Port Lincoln

Den heutigen Tag konnten wir ganz entspannt starten. Ja fast schon ein bisschen ausschlafen. Ob es wohl daran lag, dass morgen schon Weihnachten ist? Zumindest für uns Europäer. Die Australier feiern Weihnachten ja erst am 25.12 morgens. Wie dem auch sei. 🙂 Gegen 8 Uhr sind wir losgefahren zu einem Nationalpark oder so ähnlich mit ganz vielen Sanddünen. Was hieß das also? Richtig. Wir durften Sandboarden. Ein bisschen Erfahrung konnte ich mit sandboarden ja schon in meinem Jahr hier in Australien sammeln. Es ist eine echt witzige, aber auch sehr sandige Angelegenheit. 😀 Leider hatten wir nur 2 Boards dabei für uns alle. Dennoch haben wir es gut gemeistert, dass jeder so oft boarden konnte, wie er wollte. Ich habe es sogar geschafft den Hügel einmal rückwärts runter zu rutschen. 😀 Geplant war das nicht. Ich dachte auch, ich werde mich hier gleich schön ein paar Runden im Sand wälzen. Aber nöö, bin wohl ein Naturtalent. Haha. 😀

Irgendwann mussten wir den ganzen Spaß dann leider beenden, da wir noch ein bisschen was anderes vor hatten. Zuerst ging es noch zu einem Lookout und anschließend wurde noch ein kleiner Walk gemacht entlang der Küste. Bevor es endlich zum Höhepunkt des heutigen Tages ging. Und zwar das Schwimmen mit Seelöwen und Delfinen. 😍  Mein Freund wollte schon immer mal mit Delfinen schwimmen. Genauso wie ich. Allerdings habe ich es damals schon in Neuseeland und auf Bali abgehakt. Trotzdem waren die zwei Male für mich kein Grund es nicht noch ein drittes Mal zu erleben. Außerdem lag für mich diesmal mein Augenmerk mehr auf den Seelöwen. Vor allem als wir erfahren haben, dass man mit den Seelöwen auch ganz gut „spielen“ kann im Wasser oder es sogar passieren kann, dass sie dir ein Küsschen geben, wenn du dich richtig anstellt. Hach. Ich hab die Zeit mit den Tieren im Wasser einfach nur genossen und fand es schade, dass es viel zu schnell wieder vorbei war.
Der Traum von meinem Freund ist übrigens auch ein klein wenig in Erfüllung gegangen. Ich glaube irgendwann auf Reisen müssen wir das aber nochmal wiederholen. Da wir leider nur ganz kurz 1 oder 2 Delfine gesehen haben und ansonsten mehr mit den Seelöwen beschäftigt waren.

Den Abend haben wir wieder gemütlich auf der Farm vom Chef unserer Tourguidin abgeschlossen.

Am Weihnachtsmorgen, also den 24.12, wurden wir mit einem sehr „pompösen“ Frühstück geweckt. 😀 Denn es gab Pancakes zum Frühstück! Yummi. Es war echt mal eine willkommene Abwechslung zu sonst nur immer „Brot“ oder Müsli.
Allerdings war heute auch Abreisetag von der Farm für uns. Sehr, sehr schade! Also machten wir uns um ca. 8:30 Uhr auf dem Weg zur „Great Ocean Drive„. Ja ihr habt richtig gelesen. „Great Ocean Drive“. Klingt fast so wie die Great Ocean Road liegt allerdings in Südaustralien und nicht im Bundesstaat Victoria. Die Great Ocean Drive ist eine Straße mit ganz vielen künstlerischen Figuren. Und wie sagte Anneliese zu uns, eine kleine Nachmachen zur großen Great Ocean Road.

Nachdem wir diese hinter uns gelassen hatten, wurde noch ein Stopp bei einem weiteren Lookout gemacht, wo wir auch einen 10 minütigen Walk mitgemacht haben, bevor es die nächsten 2,5 Stunden wieder hieß: Bus fahren nach Port Lincoln. Dort haben wir gemeinsam Lunch gehabt und 1 Stunde noch zur freien Verfügung. Wo wir mal wieder für uns selbst was shoppen konnten. Als die eine Stunde vorbei war, haben wir uns auf dem Weg zu unserem heutigen Campground gemacht und was hätte es besseres sein können für den Weihnachtsabend als? Genau. Eine Koala Farm. 😍 Und nicht nur das, es liefen sogar auch Kängurus um uns herum. Wahnsinn. Und was für ein perfekter Ort um Weihnachten zu feiern, wenn wir schon nicht am Strand sein können. 🙂
Außerdem haben wir uns an den Abend auch noch den Whalers Way Park & Cape Carnot Lookout angesehen. Wo im Jahre um 1800 Wale gefangen & getötet wurden um Öle daraus zu machen & die Knochen wurden für Regenschirme etc. verwendet. So laut Auskunft unserer Tourguidin. Fand ich schon ziemlich heftig und bin froh, dass dies dort heute nicht mehr gemacht wird.


Zurück auf der Farm sind wir auf „Koalajagd“ gegangen, um eins der besten Bilder von diesen süßen Tierchen zu bekommen. Wusstet ihr eigentlich das Koalas verdammt viel schlaf brauchen? Und beim Geschlechtsakt ziemliche laute Geräusche von sich geben? Von diesen Geräuschen durften wir an dem Abend noch einige Male etwas hören. 😀

Whyalla – Mt. Remarkable NP – Port Gremien – Port Broughton – Adelaide 

Merry Christmas! Merry Christmas to everyone! 🎅
So oder so ähnlich wurden wir an diesem 1. Weihnachtstag bzw. Weihnachten in Australien geweckt. 🙂 Nach einer kleinen Stärkung und mit allen zusammen gepackten Sachen sollte es auch direkt los gehen zum Strand. Einige von unserer Truppe sind direkt ins Meer gesprungen und haben sich ein wenig erfrischt. Unsere Weltumradler haben eine kleine Weihnachtsfotosession am Strand und mit Weihnachtsmütze eingelegt und wir anderen, unteranderem mein Freund und ich, haben diesen herrlichen Morgen am Strand einfach genossen und sogar ein paar Delfine draußen im Meer gesichtet. Was ein klasse Start. ❤

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Als alle wieder getrocknet vom Meereswasser waren, wollten wir eigentlich unsere 5 Stundenfahrt angehen, um zu einem der schönsten Strände in Südaustralien zu gelangen. Viel mehr an Fahrerei sollte für heute dann auch nicht anstehen laut Annelies. Denn wir sollten den Weihnachtstag in Australien richtig genießen können. Und das auch noch bei so einem spitzen Wetter mit Temperaturen über 30°. Wie Weihnachten hat es sich für uns alle nicht angefühlt, außer für die zwei Australier, aber wir haben das beste draus gemacht. 🙂
Wie aber schon oben erwähnt, wollten wir uns eigentlich aufmachen. Wir sind auch ein bisschen was gefahren. Aber in dem Örtchen Whyalla mussten wir einen ungeplanten längeren Stopp einlegen. Denn eine aus unserer Gruppe musste ins Krankenhaus. Denn vor ein paar Tagen, als wir auf der Farm von dem Chef unserer Guidin waren hat sie irgendwas gebissen und man wusste nicht so recht was. Außerdem fing sie wohl an, allergisch darauf zu reagieren. Also bestand unsere Tourguidin darauf mit ihr ins Krankenhaus zu fahren. Hat uns andere aber vorher in Whyalla am Strand (besser gesagt auf einer Wiese, wo nur eine Straße uns vom Wassre trennte) abgesetzt und wollte uns dann wieder abholen, nachdem die beiden im KH fertig waren. Als die zwei nach guten 20 Minuten wieder bei uns waren (es war wohl übrigens ein Spinnenbiss), hatten wir es uns aber alle schon so gemütlich gemacht, dass wir gar nicht wieder in den Bus wollten. Erstens war das Wetter viel, viel zu schön und zweitens wer weiß wie voll es an dem anderen Strand gewesen wär? Also haben wir kurzer Hand unser Christmaslunch in Whyalla gehalten. Es gab ein Big Chicken, Salate, ganz viele andere Sachen an Beilagen und als Nachtisch „Pavlova“. Pavlova ist eine mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus einer Baisermasse, die sowohl in Australien als auch in Neuseeland als ein Nationalgericht angesehen wird. Beide Länder beanspruchen die Erfindung der Süßspeise für sich. (Wikipedia)

Nach dieser Fressorgie konnten wir uns alle kaum noch bewegen und haben noch ein paar Stunden auf der Wiese oder im Wasser gechillt.
Gegen 18 Uhr haben wir uns dann doch mal auf den Weg zu unserem Campground gemacht. Da es bald auch schon wieder dunkel werden würde und wir noch unsere Zelte aufbauen mussten. Den letzten Abend haben wir somit im Mt. Remarkable NationalPark verbracht. Leider, leider hat es an diesem Abend sogar noch angefangen zu regnen. Als ob der liebe Gott gewusst hat, dass wir alle traurig waren, dass diese Tour nun vorbei geht und hat das Wetter passend zu unserer Stimmung bereit gestellt.

26.12.2016. Unser wirklich letzter Tag auf Tour mit so wundervollen Menschen.
Den Morgen starteten wir mit einem kleinen Hike im Nationalpark. Der ca. eine Stunde gedauert hat. Nachdem Hike haben wir uns auf den Weg nach Port Germein begeben. Denn dort soll der längste Jetty stehen. 20161226_085318Leider, leider war die Brücke aber gerade heute gesperrt. Also konnten wir dort nicht drauf. Somit sind wir weiter nach Port Broughton gefahren, wo wir einen kleinen Lunchbreak eingelegt haben. Nach diesem Break haben wir uns auf die letzten zwei Stunden gemeinsame Fahrt begeben. Wie traurig. So schnell können also 9 Tage vorbei gehen mit neuen leibgewonnen Menschen. In Adelaide angekommen wurden alle nach und nach in Ihre Unterkünfte gebracht. Nur mein Freund und ich hatten uns für diese eine Nacht noch keine Unterkunft gebucht. Irgendwie sind wir da drüber hinweg gekommen bzw. meinten irgendwann es würde schon irgendwie klappen, dass wir was finden. So haben wir also im ersten Hostel wo eine von uns rausgelassen wurde nachgefragt, ob diese noch ein Zimmer frei hätten. Diese hatten aber nur noch ein Zimmer oder Klimaanlage.
Und da habe ich dankend abgelehnt und einfach auf das nächste Hostel gehofft. Im nächsten Hostel, dem YHA, hatten dann auch wir Glück. Sie hatten sogar noch ein Privatzimmer für uns frei mit direktem Bad. Ein Traum. 20161226_190202 Natürlich hab ich direkt zugeschlagen, auch wenn es nur für eine Nacht war. (Im Nachhinein war das echt schade, denn ich glaube Adelaide ist echt ein Besuch wert. Beim nächsten Australienbesuch habe ich mir jetzt fest vorgenommen mehr Zeit in Adelaide endlich mal zu verbringen. 🙂 ) Wir hatten somit noch gut 2,5 Stunden zeit bevor wir uns mit allen nochmal zum gemeinsame Essen in eine Pub wiedersehen würden. Natürlich haben erstmal alle von der Tour, einschließlich wir, Wäsche gewaschen. 😀  Der ganze Sand und Schweiß von den letzten Tagen musste mal raus aus den Klamotten. Außerdem haben wir uns auch sonst frisch gemacht. Endlich hatten wir wieder eine richtige „Luxusdusche“ und dank des Wlans konnten wir uns auch mal wieder bei Familie und Freunden melden. Wobei ich es echt schön fand, die Tage so ohne Handyempfang. Man hat alles doch irgendwie wieder ganz anders wahrgenommen.
Gegen 19 Uhr haben wir uns mit allen die im YHA übernachten getroffen und sind zu dem Pub losgelaufen, wo wir den Rest der Bande antrafen. 🙂 Leider fehlte aber unsere Tourguidin und eine Mitfahrerin. Die beiden waren schon von Beginn an für diesen Abend anders verplant. Schade, aber nicht zu ändern. So schwelgten wir anderen eben nochmal in Erinnerung und haben den Abend gemeinsam ausklingen lassen…

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2 Gedanken zu “Nullarbor Plain Adventure – Teil 2

  1. Schöner Bericht, ihr habt ja echt viele Tiere gesehen! Das mit den Seelöwen und den Delfinen haben wir auch gemacht, in Baird Bay, war cool! 🙂
    Du brauchst eigentlich nicht traurig sein wegen Adelaide, wo wirklich was los ist da nicht, das interessante sind die Nationalparks drumeherum, die Stadt an sich ist recht langweilig…. 😉
    LG
    Sarah

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen lieben Dank. 🙂 Ja, oder? Wir haben echt viele Tiere gesehen. Ich war selber sehr erstaunt darüber. Habe mich aber auch gefreut. Vorallem für meinen Freund, dass er die Tiere gleich alle freilebend sieht. ☺
      Das mit Adelaide habe ich schon öfters gehört. Aber irgendwie hat Adelaide einen gewissen Charme auf mich versprüht und ich möchte daher wirklich gerne die Stadt mal mit meinen eigenen Augen erkunden. Denn jeder hat ja doch auch andere Ansichten auf Städte. 😉
      Ein wunderbares Beispiel sind da für mich z.B. Sydney und Melbourne. Da kenne ich nämlich nur Leute die Sydney lieben und Melbourne absolut nicht mögen oder eben umgekehrt. Ich bin da wieder völlig anders. Sydney mochte ich nach meinem allerersten Besuch gar nicht,mittlerweile finde ich Sydney „okay“. Bei Melbourne war ich mir nicht sicher. Einerseits mochte ich die Stadt, andererseits aber auch nicht.
      Brisbane dagegen liebe ich. 😍 Auch eine Stadt, die viele nicht mögen, wenn sie nur ein paar Tage da waren. Daher kann ich mir vorstellen, dass es mit Adelaide ähnlich ist. 🙂
      Ich hoffe man versteht, was ich damit sagen möchte. 😉

      LG,
      Isabel

      Gefällt 1 Person

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