Meine Erfahrung zu InterRail

Osteuropa – Ein kleiner Kronjuwel?
Im Juni 2015 begab ich mich mit meinem Freund für zwei Wochen auf eine kleine InterRailtour. Wohin uns unsere Tour genau geführt hat, könnt ihr im folgenden Text nachvollziehen. So viel sei schon mal gesagt: Wir sind ein bisschen durch (Süd-)Osteuropa getourt. Und ich bin ehrlich zu euch, ich war total beeindruckt. Manchmal sollte man seine Vorurteile etc. gegen bestimmte Regionen einfach adacta legen und sie sich mit eigenen Augen anschauen.  Denn Osteuropa ist wirklich ein kleiner Kronjuwel. ❤

Vorab sollte ich euch aber vielleicht noch eine Frage beantworten, die euch wahrscheinlich auf den Lippen liegt:

Was genau ist InterRail??

InterRail ist ein Pass der es ermöglicht Europa nach dem Prinzip „einfach und unkompliziert“ mit dem Zug zu bereisen. Man sollte sich vorher allerdings eine grobe Route überlegen und schon mal vorab schauen, wann die Züge fahren & ob man diese reservieren muss. Dann trägt man diese einfach kurz vorher in sein Ticket (was man natürlich auf der offiziellen Interrail Seite bestellt hat) ein und Schwupps schon hast du ein gültiges Zugticket! Hier ein kurzer Auszug was  Wikipedia dazu genau sagt: InterRail bezeichnet eine Zugfahrkarte für die erste oder zweite Klasse zu einem Pauschalpreis, mit dem über einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt viele Zugfahrten bei bestimmten europäischen Eisenbahngesellschaften genutzt werden können.

Wohin führte uns unsere InterRailtour?

Wie schon mal erwähnt, durch einen kleinen Teil von Osteuropa. Denn wenn ich schon mal solch eine Fahrt unternehme, wusste ich direkt, dass mich diese durch den Osten von Europa führen soll. img_2429Zu Anfang hatte ich eher mit Ländern wie Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Montenegro und Bosnien Herzegowina geliebäugelt. Allerdings wurde mir schnell klar, dass diese Route für den Anfang vielleicht doch ein klein wenig zu krass ist. Vor allem wenn man nur zwei Wochen Zeit hat. Da auch die Zugstrecken ziemlich lang waren.
Somit fiel unsere Entscheidung auf einen Teil von Osteuropa der auch wesentlich dichter an Deutschland liegt. Unsere Route sah, nach langem hin und her, also folgendermaßen aus: Unser Startpunkt war Prag in Tschechien, von dort sind wir weiter nach Wien (Österreich), um dann über Budapest (Ungarn) bis hin nach Sibenik und Split in Kroatien zu fahren. 🙂
Klar können jetzt auch einige Kritiker sagen, so richtig Osten ist das aber nicht! Und ich gebe zu, dass ich unsere Reise meistens auch eher als Süd-Ost-Europa-Tour bezeichnet habe. Aber nichts desto trotz ist der Osten mit dabei! Also weiter im Text.

Liebe auf den zweiten Blick – Prag

Prag ist eine Stadt, die ich bis zur Interrailtour nur einmal für einen Tag besucht hatte und nicht richtig einordnen konnte, ob ich diesen Ort nun mögen soll oder nicht. Genau aus diesem Grunde habe ich ihr eine zweite Chance gegeben und siehe da, img_2308es hat sich absolut gelohnt! Prag begrüßte uns von Anfang an mit dem wünderschönsten Wetter das es zu bieten hatte und verzauberte vor allem mich diesmal mit seinem Flair. Natürlich stand ziemlich viel Sightseeing auf unserem Programm, da wir nur einen kompletten Tag zusammen in Prag hatten. Ich war schon das ganze Wochenende vorher in Prag gewesen, allerdings ohne meinen Freund. Sondern mit den Mädels, mit denen ich dieses Jahr auf Malta für ein Wochenende verbracht habe. 🙂
Essentechnisch habe ich mich in TRDELNIK verliebt, was typisch sein soll für Tschechien. Es ist ein Gebäck das auf Stöcken gebacken wird und mit Zucker und Zimt und noch einer weiteren Zutat bestäubt wird.
Beim Sightseeing haben wir natürlich so gut wie nichts ausgelassen und uns die Karlsbrücke, den Altstädter Ring mit der astronomischen Uhr am Altstädter Rathaus, das tanzende Haus und die Teynkirche angesehen. Ansonsten waren wir noch im Schokoladenmuseum. (Ein Traum für alle Schokiliebhaber) und haben den Abend im Caffrey’s Irish Pub ausklingen lassen. (sehr empfehlenswerter Pub 🙂 )
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Zu Besuch bei Sissi – Wien

Von Prag aus ging es weiter nach Wien. Denn wir wollten der Kaiserin Sissi und ihrem Kaiser Franz auch mal einen Besuch abstatten. Na gut, Wien kam eher ein wenig durch meinen Job auf den Reiseplan und weil es eben die beste Anbindung von Prag aus war. 🙂 Aber das Schloss Schönbrunn haben wir uns trotzdem angesehen. Genauso wie einige andere Sehenswürdigkeiten.
Wieso kam Wien durch meinen Job auf den Reiseplan? Das ist ganz einfach zu erklären. Ich arbeite zwar in Deutschland und bin bei einer deutschen Firma angestellt,img_2570 bearbeite dort jedoch die Buchhaltung für Österreich. Genau aus diesem Grund wollte ich dem Land auch mal ein Besuch abstatten und was eignet sich dafür besser als die Hauptstadt des Landes für den ersten Besuch? 😉
Außerdem war Wien die Stadt wo wir uns mit den meisten Leuten getroffen haben. Zum einen mit einem Mädchen was ich damals auf meiner Ayers Rock Tour in Australien kennen gelernt habe. Zuerst schlenderten wir mit ihr über den Naschmarkt, da dieser sehr bekannt für Wien sein soll. Er zählt auch zu den sogenannten Sightseeingspots in Reiseführer etc. Auf dem Naschmarkt werden vorwiegend Obst, Gemüse, Backwaren, Fisch und Fleisch verkauft. Bekannt ist der Markt auch für das Angebot an internationalen Waren aus den Ländern des früheren Jugoslawien, Griechenland, der Türkei und zunehmend auch Ostasien, speziell Japan und China. img_2658Als nächstes sind wir zum Prater gefahren. Ein sehr bekannter Freizeitpark. Dort haben wir uns eine Abkühlung mit der Wildwasserachterbahn gegönnt und später im Schweizerhaus.
Den Abend haben wir ganz gemütlich an der Donau bei der sogenannten Donauinsel mit Cocktails und einem leckerem Essen ausklingen lassen.
Und zum anderen haben wir uns am zweiten Tag gegen Abend mit einer von meinen Arbeitskolleginnen aus Wien getroffen. Mit ihr sind wir in ein traditionelles Lokal – Heuriger – essen gegangen. Heuriger bezeichnet in Österreich sowohl einen Jungwein als auch die Lokalität, wo der Wein ausgeschenkt wird.
Somit hatten wir ein paar sehr schöne Tage in Wien gehabt. 🙂

Das wundervolle Budapest

Den Rest unserer ersten InterRail Woche haben wir in Budapest verbracht. Einer wunderschönen Stadt direkt an der Donau gelegen. Von jetzt an wollten wir allerdings lieber wieder zum schlafen unsere Privatsphäre haben und suchten uns über Airbnb eine geeignete Wohnung.img_2837 Diese lag echt gut und sehr zentral. Direkt neben dem Haus war ein LIDL, die City an sich war nicht all zu weit entfernt und das beste, die erste Sehenswürdigkeit – das Parlament von Budapest – war nur ein Katzensprung entfernt. So kam es natürlich, dass wir an unserem ersten richtigen Tag in Budapest uns wiedermal auf Sightseeingtour begaben. Wir schauten uns das Parlament an, von wo es weiter zu einem Mahnmal ging. Welches wir aber nicht direkt ansteuerten, sondern per Zufall dran vorbei liefen. Es waren Schuhpaare die auf einer Länge von 40 Metern „wie zufällig“ übrig geblieben aussahen. Diese waren zum Gedenken an die Erschießungen von 1944 und 1945, als Pfeilkreuzler jüdische Ungarn am Donauufer zusammentrieben und erschossen, am Boden angebracht. (Quelle: Wikipedia) Nach diesem Mahnmal ging es für uns weiter zur Kettenbrücken. img_2723(Die erste Brücke die die beiden Ortschaften Buda und Pest mit einander verbindet.) Einen weiteren Stopp legten wir auf der Margareten Insel ein. Eine kleine, aber wunderschöne Insel, inmitten der Donau. In der Stadt wieder angekommen entschieden wir uns doch eine Hop on Hop Off Bus Tour mit zumachen, um die wirklich wichtigen und sehenswerten Dinge noch zusehen. Somit sahen wir noch die ungarische Staatsoper, den Heldenplatz mit Milleniumsdenkmal, den Burgpalast, einige Kirchen und vieles weitere. Selbst am Abend hatten wir noch nicht genug und schaute uns Budapest nochmal bei Nacht an. 😀
Den nächsten Tag verbrachten wir in Budapest in einem Schwimmbad, bevor es am Abend wieder ans Tasche packen ging. img_3128

Last but not least – Kroatien

Die zweite und letzte Woche unseres Interrailtrips war angebrochen und die Weiterfahrt in das wundervolle Land Kroatien stand an. ❤ Jetzt hatten wir aber auch genug von dem Sightseeing in den Städten gehabt und wollten ein bisschen Erholung am Strand haben. Somit fiel unser erster Stopp in Kroatien auf Sibenik. Ein kleiner schnuckliger Ort mit einem wunderschönen Nationalpark, namens Krka, in der Nähe. Dieser Nationalpark wurde natürlich auch von uns unsicher gemacht und war das Highlight in unserer letzten Woche gewesen. In dem Park gab es nämlich einen Wasserfall vor dem man auch baden konnte, aber lasst euch von den Bildern selbst überzeugen. img_3197img_3558

Nachdem wir zwei entspannte Tage in Sibenik verbracht hatten ging es weiter zu unserer letzten Station: SPLIT! Die zweitgrößte Stadt von Kroatien. Dort haben wir die letzten Tage sehr entspannt, entweder am Strand oder an der Promenande von Split oder am Strand auf der Halbinsel Marjan, verbracht und die Zeit Revue passieren lassen. Aber all zu viel unternommen von dem ich euch erzählen könnte, haben wir eben nicht. Nur so viel: Kroatien ist definitiv eine Reise wert. Vorallem auch die Stadt Split. Obwohl es ja die zweitgrößte Stadt von Kroatien ist, hat man dies nicht wirklich gemerkt und man hätte denken können mein sei in einer Kleinstadt. Es war somit genau richtig für uns nach all dem Trubel. 🙂
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Zurück nach Deutschland sind wir mit dem Flieger gekommen. Da die Rückfahrt mit der Bahn ewig lange gedauert hätte. Für den ersten InterRailtrip waren die Orten, die wir uns ausgesucht hatten echt gut gewesen. Man saß nie zu lange im Zug (okay, bis auf vielleicht die eine Strecke von Budapest bis ganz nach unten in Kroatien, aber hey, muss auch mal sein 😉 ) und hat viel von Süd-Ost-Europa sehen können. Allerding würden wir uns das nächste Mal nur auf ein Land konzentrieren, um dieses besser kennen lernen zu können.
Mal abwarten, ob und wann wir das nächste Mal so nochmal los kommen. 😉

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6 Gedanken zu “Meine Erfahrung zu InterRail

  1. Hey, ich bin gerade auf deinen schönen Artikel gestoßen. Wirklich eine interessante Reise und viele schöne Eindrücke. Ich habe mir auch ein paar Gedanken zum Reisen gemacht, würde mich freuen wenn du mir sagst ob du dich in meinem Artikel auch wiederfindest.

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  2. Hallo Isabel! In Wien hättest du mich direkt besuchen können 😀 – Interrail ist schon cool. Ich hätte das damals nach dem Abi beinahe gemacht, mich dann aber doch dagegen entschieden und nach Prag und Budapest komme ich momentan eben einfacher mit dem Fernbus… LG Anke

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    1. Hallo Anke, hätte ich da schon von dir und deinem Blog gewusst, hätte ich das doch glatt gemacht. 🙂 Aber wer weiß, vielleicht komme ich ja nochmal irgendwann nach Wien.
      Und das mit dem Interrail kannst du doch heute immer noch machen! 😉 Schließlich gibt es dafür keine Altersbeschränkung. Also los. Man kann sich ja auch Länder wie Skandinavien oder Süd-/Westeruopa damit ansehen. 🙂
      LG Isabel

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  3. Wirklich traumhaft! Ich glaube auch, dass Osteuropa eine (fast) unentdeckte Schönheit ist. Meine Tante und Onkel waren 3 Wochen in Rumänien unterwegs. Ihre Fotos haben mich auch echt aus den Socken gehauen. Ähnlich geht es mir mit deinen Bildern und Erzählungen.

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    1. Danke für deine lieben Worten. Es ist schön zu lesen, wenn jemandem die Bilder & Texte so gefallen. 🙂
      Und wow – Rumänien! Ich glaube da ist die Natur wirklich noch sehr unberührt, oder? Würde mich durchaus auch mal reizen.

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