Mein Trip durch Süddeutschland

Deutschland.

Ein Land was ich selbst bisher viel zu wenig bereist habe. Aber ist es nicht meistens so, dass man sein Heimatland viel zu selten genauer unter die Lupe nimmt? Das man es sich nicht so anschaut, wie fremde Länder oder Städte, wo man nur mal für einen Urlaub etc. hinfährt? Ich finde schon! Genau deswegen wollte ich dies nun ändern und habe mich für die Städte Teublitz,Regensburg, Nürnberg, Saarbrücken und Offenburg für meinen Urlaub Anfang Oktober 2016 entschieden gehabt. 🙂

Erster Abstecher Teublitz / München

Am Freitag den 30.09.16 ging es nach der Arbeit direkt los. Dieser erste Abstecher war ziemlich spontan geplant. Zwei weitere Freundinnen und ich fuhren in Richtung München. Genauer gesagt nach Teublitz. Denn dort hatten wir eine kostenlose Unterkunft bei den Verwandten von einer weiteren Freundin von uns (die dort schon auf uns wartete).  Denn wir wollten am Samstag auf das Münchener Oktoberfest. Einmal im Leben muss man mal dort gewesen sein, wie wir fanden. Also nahmen wir die weite Strecke gerne in Kauf. Wie ich im Nachhinein aber sagen muss, kann man es sich doch sparen dort hin zufahren. Obwohl die Fahrgeschäfte recht ansprechend aussahen, sind wir nirgendwo rein gegangen. Denn das Oktoberfest in München ist nichts anderes als eine riesen große und zu überteuerte Kirmes. Dagegen sind die Oktoberfeste in jedem noch so kleinen Dorf wahrscheinlich ansehnlicher und bringen mehr Stimmung…
Okay, okay vielleicht ist in den richtig großen und bekannten Zelten mehr Stimmung und Atmosphere. Denn wir waren in einem, ich würde mal sagen, recht unbekannten Zelt. Trotz allem haben die Betreiber des Zeltes sich auch hier viel Mühe gegeben. Aber das Gefühl ist bei mir trotzdem nicht richtig angekommen. Na ja, es ist halt wie es ist. Ach ja und ich finde auch das allein auf dem Gelände das Feeling, durch zu viele besoffene Köpfe und dieser Riesen große Menschenmenge auch nicht unbedingt aufkommt. Schade! Aber so ist es eben für mich gewesen.

Weiter ging es nach Regensburg

Nach München bzw. Teublitz ging es für mich allein weiter nach Regensburg! Die anderen drei sind wieder gen Heimat gefahren. Aber ich hatte nun Urlaub und wollte nicht zwei Wochen am Stück zu Hause verbringen. Denn ich bin ja bekanntlich mit dem Reisefiebervirus infiziert und still sitzen im Urlaub bzw. gar nichts anderes zu Gesicht bekommen als die eigenen vier Wände geht einfach nicht. 😉 Wobei es sich diesmal wohl auch gelohnt hätte zu Hause zu bleiben. (Da wir vor kurzem erst ungezogen sind etc.) Aber nun, jetzt war ich schon unterwegs. 🙂
Also machte ich mich vorher ein bisschen schlau was denn so in der Umgebung von Teublitz liegt und bin dabei auf die Stadt Regensburg gestoßen. Habe mir über Regensburg ein paar Seiten bzw. Artikel durchgelesen und fällte dann meine Entscheidung. Und zwar Regensburg eine Chance zu geben und das an einem Sonntag bzw. ein klein Wenig auch am Feiertagsmontag. Hmm.. zwischenzeitlich kam ich ein wenig ins Grübeln.  Hätte ich vielleicht doch einen Abstecher nach Österreich oder Tschechien rüber machen sollen, wo der 3.Oktober kein Feiertag ist? Nein! Denn diesmal lag mein Augenmerk wirklich nur auf Good-old-Germany. Ich wollte Deutschland und seinen tollen Ecken eben auch mal eine Chance geben und sie kennen lernen. Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht. Okay, vom Wetter vielleicht. Aber normalerweise gibt es kein schlechtes Wetter, sonder nur schlechte Kleidung. 😉
Als ich also in Regensburg ankam schlenderte ich erst einmal mit meinem kleinen Rucksack und einer Handtasche durch die Stadt. Denn laut Mail konnte ich erst ab 15 Uhr in mein Hotelzimmer einchecken, was ich erst kurz zuvor gebucht hatte. Nach gut einer Stunde in Regensburg bin ich zurück zum Bahnhof bzw. zu meinem Hotel und habe einfach mal probiert einzuchecken. Und oh Wunder es hat ohne Probleme geklappt. So konnte ich ziemlich fix auf mein Zimmer, mich kurz eine Runde ausruhen, frisch  machen um dann mit neuer Kraft Regensburg nochmal zu bewundern und in Bildern fest zuhalten. Ich muss sagen, die Stadt hat mich ein klein wenig an Prag erinnert. Und ich hab mich direkt wohl hier gefühlt. ❤ Aber seht selbst.

Saarbrücken ich komme! Mit einem Abstecher in Nürnberg

Am Montag morgen ging ich in aller Ruhe im Hotel frühstücken, bevor ich aus dem Hotel wieder auscheckte. Um mich auf in die nächste Stadt zu machen. Ich muss schon sagen, es war irgendwie ein komisches Gefühl gewesen so ganz alleine zu essen etc., andererseits war es aber auch ganz nett. So konnte ich mich auf die Dinge konzentrieren, die so um mich geschahen und den Blick auf Regensburg genießen. Es hat eben alles seine Vor- & Nachteile. Nachdem ich also aus dem Hotel wieder ausgecheckt hatte, überlegte ich erst noch eine Runde durch Regensburg zu drehen. Da das Wetter es aber nicht all zu gut mit mir meinte entschied ich mich dafür direkt nach Nürnberg zu fahren. Ich hätte so oder so dorthin gemusst, um weiter nach Saarbrücken zu kommen und so dachte ich mir, kann ich mir Nürnberg auch noch ein wenig ansehen. 🙂  Am Hauptbahnhof angekommen traf mich ein klein wenig der Schlag. Was war hier nur los? Es ist Feiertag und hier ist es brechend voll?? Nun gut.. Ich machte mich erstmal auf zu den Schließlfächern,um mein Gepäck los zu werden und entspannter durch die City laufen zu können. Als ich dann gerade den Bahnhof verlassen wollte, sah ich zumindest, warum es hier wohl so voll war. Der LIDL hatte nämlich auf. Die sind ja auch einfach mal völlig verrückt. Kein Wunder das so gefühlt jeder Nürnberger oder Besucher der Stadt sich hier aufhielt.
Draußen kam auch schon die nächste Überraschung. Dort traf ich nämlich auf einen Marathonlauf oder sowas. Zumindest etwas wo ganz viele Menschen am laufen waren. 😂🙈 Na ja, ich machte mich einfach weiter ins Stadt innere auf den Weg, sofern es mir denn möglich war. Übrigens meinte das Wetter es in Nürnberg leider auch nicht all zu gut mit mir zuerst. So schlenderte ich von einer Kirche zur nächsten, über einen Markt bis hin zu einer Burg, wo direkt daneben auch eine Jugendherberge liegt. Der Blick von der Burg war schon echt klasse. Dort habe ich mich auch mit am längsten aufgehalten. 😀 Bevor es wieder zurück über den Markt zum Bahnhof ging. Und so setzte ich meine Reise nach Saarbrücken fort, wo ich spät abends endlich bei meiner Freundin (die ich in Australien kennen gelernt hatte) ankam. ❤

Von Saarbrücken nach Offenburg

Die Tage bei meiner Freundin in Saarbrücken genoss ich in vollen Zügen. 🙂 Sie zeigte mir einiges von der Stadt, wie die unterschiedlichsten Viertel, schicke Aussichtspunkte, das Saarbrücker Schloss etc. Außerdem besuchten wir gemeinsam eine Buddha Ausstellung in der Völklinger Hütte (dies gehört zum UNESCO Weltkulturerbe)
und die berühmte Saarschleife. Bei der Saarschleife hatten sie auch gerade eine neue Aussichtsplattform eröffnet (seit 07/2016). Der so genannte Baumwipfelpfad liegt 42 m oberhalb der Saarschleife und bietet somit eine  grandiose Aussicht. Wir hätten dort stundenlang verbringen können, wenn der Wind nicht so gepfiffen hätte… aber nun. Der Pfad selbst informiert an zahlreichen Stationen über die verschiedensten Themen wie z.B. die Entstehung der Saarschleife, den Lebensraum des Buchenwaldes usw. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Spielstationen. Also auch besonders für Familien geeinigt, die hier hin mal einen Ausflug unternehmen wollen. 🙂 Den letzten Abend haben wir mit weiteren Freunden im Bali Café ausklingen lassen. Was übrigens ein echter Geheimtipp für Saarbrücken ist, wie ich finde! 😉
Am Donnerstag den 06.10.2016 ging es für mich weiter nach Offenburg, wo ich mich mit meinem Freund wieder traf (der übrigens die Woche bis zum heutigen Donnerstag in der Schweiz verbracht hatte. Bei unserem ehemaligen WG-Mitbewohner). Den restlichen Tag schauten wir uns nur noch ein bisschen Offenburg mit seinem Fischmarkt etc an.

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Heimfahrt mit einem Abstecher über Straßburg

Für Freitag hatten wir Tickets für den bekannten EUROPA-Freizeitpark. Es war ein Tag voller Action und Adrenalin. Nachdem wir erst langsam mit einer Aussichtsplattform im Park gestartet sind, haben wir uns weiter durch den Park gearbeitet und die unterschiedlichsten Attraktionen besucht. Ich bin sogar mit der Holzachterbahn gefahren, obwohl ich davor echt Schiss hatte.  In die Achterbahnen danach mussten mein Freund auch leider erstmal alleine rein. Denn mein Magen brauchte eine etwas längere Pause. 😀 Es hat aber auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und es war vor allem für mich sehr interessant den Park nochmal als ‚Erwachsene‘ zu sehen. Da ich vor ein paar Jahren, als ich noch kleiner war und zur Schule ging, mit meinen Eltern schon mal dort war. Witziger Weise auch so um die selbe Jahreszeit. Denn Halloween stand damals, so wie heute kurz bevor und alles war passend zu Halloween geschmückt im Park. Hach, da kamen ein paar Kindheitserinnerungen wieder hoch. 🙂 Toll! 

Abends sind wir nur nochmal kurz über den Fischmarkt geschlendert, haben eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und der restliche Abend wurde ganz entspannt im Hotelzimmer ausgeklungen.
Der Samstag rückte somit immer näher und unser letzter Tag on tour also auch. Doch hier wollten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmal einen Abstecher über die Grenze zu machen, bevor es definitiv nach Hause ging. Und so fuhren wir, nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt hatten in Richtung Straßburg. Ich freute mich wie ein kleines Kind. Hatte nur wohl ein bisschen zu Hohe Erwartungen. Denn Straßburg hatte mich jetzt nicht so umgehauen auf den ersten Blick wie ich dachte. Mag aber vielleicht auch am Wetter gelegen haben, dass dies auch ein bisschen meine Stimmung mit beeinträchtigt hat. Denn heute zeigte sich die Sonne uns gegenüber mal wieder so gar nicht. Es war alles grau in grau. Aber nun. Wir haben versucht trotzdem das Beste daraus zu machen. Sind ein bisschen durch die kleinen süßen Gässchen gelaufen, waren im Straßburger Münster drin und oben auf der Aussichtsplattform. ❤ Bis wir eben so langsam gen Heimat wieder mussten.
Somit haben wir uns aber Straßburg einfach schön gemacht. Ich glaube nur, dass mit Sonnenschein oder an einem richtig schönen Wintertag es um längen besser dort aussieht. Vielleicht habe ich ja irgendwann nochmal die Gelegenheit dazu, Straßburg dann zu sehen und vielleicht auch für ein paar Tage länger, als jetzt nur die paar Stunden. Ja irgendwann, vielleicht! 🙂

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5 Gedanken zu “Mein Trip durch Süddeutschland

  1. Liebe Isabel,
    toll, dass es dich mal in den schönen Süden, Deutschlands verschlagen hat. Ist ja meine Heimat 😉
    Wenn du mal wieder hier unten bist musst du dir unbedingt mal den schönen Odenwald anschauen. Mit seinem höchsten Berg dem „Monte Miau“ alias Katzenbuckel, der eigentlich ja ein Vulkan ist. Ist der Odenwald ein echter Geheimtipp in Deutschland, den nur wenige kennen 🙂
    Liebe grüße Kathrin

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kathrin,
      danke für den Tipp! 🙂
      Sollte ich demnächst mal wieder in den Süden von Deutschland aufbrechen kommt der Odenwald auf jeden Fall auf meine To-Do-Liste. Denn ein Vulkan in Deutschland? Hört sich sehr spannend an! 🙂
      Aber erstmal stehen andere Ziele auf meiner Liste. 😉
      Liebe grüße zurück.
      Isabel

      Gefällt mir

    1. Hi Kathrin,
      danke für die Info. Die ‚Einladung‘ nehme ich gerne an. 🙂 Allerdings weiß ich noch nicht wann ich dazu komme, die Fragen zu beantworten. Aber ich werde mein bestes geben! 😉
      Liebe grüße zurück.
      Isabel

      Gefällt 1 Person

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